To BYOD or not BYOD: Wählen Sie die richtige Device-Strategie für Ihren Einzelhandel

Wir alle sehen die immensen Auswirkungen von Corona auf die Einzelhandelslogistik, vor allem durch die hohe und unmittelbare Nachfrage nach kontaktlosen Einkäufen und Lieferungen. McKinsey & Company sieht diesen Trend der beschleunigten Digitalisierung sogar über die Pandemie hinaus als die neue Normalität an. Während Unternehmen früher digitale Strategien in einem Zeitraum von ein bis drei Jahren entwickelt haben, beobachten wir während der Corona-Krise, wie Projekte innerhalb weniger Tage oder Wochen umgesetzt werden.

Ein wesentliches Element der digitalen Beschleunigung im Einzelhandel ist der Austausch von dedizierten Hardware-Scannern durch multifunktionale mobile Geräte und Anwendungen. Mit dem Smartphone-basierten Scanning von Scandit ist die Effizienz um bis zu 40% höher als mit dedizierten Geräten – egal, ob mit einem BYOD (Bring Your Own Device)-, COBO (Corporate Owned, Business Only)- oder Hybrid-Ansatz.

Während die Vorteile von Smartphone-Scanlösungen in der Einzelhandelslogistik klar sind, bleibt die Frage: Was ist die richtige Device-Strategie für Ihre Abläufe in der Einzelhandelslogistik? Jedes Unternehmen muss seine eigenen Kriterien erfüllen können. Die folgenden Aspekte helfen Ihnen, die richtige Wahl zu treffen: 

Schnell & Vertraut

Mit BYOD (Bring Your Own Device)-Lösungen können Mitarbeiter ihre eigenen Smartphones nutzen und darauf die Scanning-Software des Unternehmens herunterladen und einsetzen. Ein großer Vorteil der BYOD-Strategie ist, dass für die Mitarbeiter ihr vertrautes Smartphone schneller und einfacher zu bedienen ist. Sie benötigen kaum Schulungen und die Einarbeitung geht dementsprechend schnell. 

Dies ist besonders in Spitzenzeiten, wenn Zeitarbeiter sofort einsatzbereit sein müssen, von Vorteil. Zudem müssen Unternehmen keine neue Hardware beschaffen, sodass kurzfristige Beschäftigungen einfacher durchführbar sind, wie wir es kürzlich in der Gig-Economy erlebt haben. Wenn Mitarbeiter ihre eigenen Geräte einsetzen, verringern sich die Kosten für den Einzelhändler für Hardware und Service.

Eine BYOD-Strategie klingt zwar ideal, ist aber vielleicht nicht für alle Mitarbeiter geeignet. Eine leistungsstarke Software muss ein breites Spektrum an Herstellern und Gerätemodellen unterstützen, und es braucht eine klare Richtlinie bezüglich Gerätemodellen, Nutzung und Sicherheit.

Sicher kontrolliert

Bei COBO (Corporate Owned, Business Only) beschafft der Einzelhändler Geräte, die von seinen Mitarbeitern für die Dauer der Schicht genutzt werden. Der unternehmensweite Einsatz des gleichen Herstellers und Modells sorgt dafür, dass jeder User die gleiche Benutzererfahrung hat. Zudem erzielt das Management durch die Gerätesteuerung eine zuverlässige Performance.

Deutliche Kosteneinsparungen lassen sich durch Mengeneinkauf der Geräte und Schulungen sowie durch Master-Data-Management-Tools für Updates und Security-Protokolle erzielen. Wenn sie nach Schichtende ihr Arbeits-Smartphone abgeben, können die Mitarbeiter „abschalten“. Das führt zu einer ausgewogenen Work-Life-Balance.

Häufig nutzen Mitarbeiter allerdings ein ungewohntes Device und benötigen eine gewisse Zeit, bis sie sich mit dem neuen Smartphone vertraut gemacht haben. Das führt womöglich zu einer verlangsamten oder fehlerhaften Nutzung des Firmengeräts. Möglicherweise gehen Mitarbeiter auch mit Firmengeräten weniger aufmerksam um als mit ihren Privat-Smartphones. Das wiederum erhöht die Gefahr von Schäden oder Verlust und führt zu höheren Wartungskosten.

Das Beste aus beiden Welten?

COPE (Corporate-Owned, Personally Enabled) und CYOD (Choose Your Own Device) sind beides hybride Device-Strategien, bei denen Mitarbeiter ein firmeneigenes Smartphone auch außerhalb der Arbeit nutzen können. Dies fördert häufig eine bessere Behandlung des Geräts und unterstützt die Entwicklung der HR Brand, da Mitarbeiter ein Smartphone aus einer vorab genehmigten Liste als Zusatzleistung im Rahmen ihrer Tätigkeit erhalten. Das Unternehmen behält die Kontrolle über eine begrenzte Auswahl an Geräten und erzielt außerdem eine hohe Akzeptanz. Das liegt daran, dass die Mitarbeiter bei der Wahl des Smartphones, das sie benutzen sollen, mitbestimmen können. 

In beiden Hybrid-Varianten werden häufig Premium-Modelle zur Nutzung ausgewählt. Bei COPE kann die private Nutzung über eine Dual-SIM ermöglicht werden, während CYOD-User sich an den Kosten für ihre Nutzung außerhalb der Arbeitszeiten beteiligen können.

Wie bei allen Richtlinien zur Einführung von Smartphones gibt es auch bei diesen Hybrid-Strategien einige Herausforderungen, da die begrenzte Anzahl an freigegebenen Smartphones nicht alle Mitarbeiter überzeugen wird. Ein weiterer, möglicher Nachteil dieser Hybrid-Strategien könnten auch die Kosten für die Anschaffung dieser hochwertigen Smart Devices für den Arbeitgeber sein. Bei COPE und CYOD können diese Kosten jedoch kompensiert werden, indem sich der Nutzer an den Kosten für das Smartphone und/oder an den Kosten, die bei der persönlichen Nutzung anfallen, beteiligt.

Unabhängig davon, welche Gerätestrategie Sie für Ihren Einzelhandel wählen, die Computer-Vision-Software von Scandit ermöglicht hochleistungsfähiges Scanning auf über 20.000 verschiedene Gerätemodelle mit dem Vorteil, dass die Benutzer eine vertraute Oberfläche verwenden. Unternehmen, die mobiles Barcode-Scanning und Augmented Reality (AR) auf Smartphones einführen, verzeichnen eine hohe Akzeptanz, eine sofortige Leistungssteigerung, langfristig reduzierte Kosten und schaffen Ressourcen für zukünftige Innovationen. 

Erfahren Sie hier, wie Sie mit Smartphone-Scanning die Abläufe in Einzelhandel vereinfachen und beschleunigen können. Der Scandit-Guide zur Optimierung von Arbeitsprozessen im Einzelhandel zeigt Best Practices für den erfolgreichen Einsatz von Smartphone-Scanning in der Einzelhandelslogistik.