Scandits Computer Vision prägt den kontaktlosen Einzelhandel in einer Welt mit Corona

Von Andrew Getter, Retail Sales Manager, UK, Scandit

Es ist noch nicht lange her, dass „kontaktlos” im Zusammenhang mit dem Einzelhandel vor allem auf Zahlungsmittel bezogen war. Mit der Wiedereröffnung der Einzelhandelsgeschäfte nach dem Lockdown, lässt sich der Begriff ‘kontaktloser Einzelhandel’ nicht mehr nur auf die Bezahlung reduzieren. Einzelhändler müssen sich überlegen, wie sie in einer Arbeitswelt bestehen können, in der Social Distancing eingehalten und gleichzeitig ein hohes Maß an Kundenservice sichergestellt werden muss.

Die Gewinner des nächsten Jahres (oder vielleicht sogar noch länger) werden die Einzelhändler sein, die eine hohe Qualität in der Kundenbeziehung und -interaktion bieten und bewahren können. Dazu kommt, dass sie Kunden ermöglichen, schnell einzukaufen und gleichzeitig auch noch Corona-sicher arbeiten.

Natürlich kann Technologie bei der Bewältigung dieser neuen Herausforderungen, mit denen Einzelhändler konfrontiert sind, unterstützen. Wir zeigen Ihnen einige Möglichkeiten, wie mit Hilfe von mobiler Computer-Vision-Technologie innovative Einzelhändler sich anpassen können, um kontaktlose und dennoch ansprechende Einkaufserlebnisse zu schaffen.

Bringen Sie das E-Commerce-Einkauferlebnis in physische Geschäfte

Der E-Commerce entwickelt sich ständig weiter und wird immer anspruchsvoller. Viele der Techniken wie die zeitnahe Bereitstellung von Informationen oder die Optimierung des Warenkorbwertes, die online von Einzelhändlern zur Betreuung von Kunden eingesetzt werden, lassen sich auch auf den stationären Einzelhandeln anwenden. Eine besondere Bedeutung bekommen diese vor allem nach der Corona-Krise.

Einzelhändler, die das Digitale und Physische miteinander verbinden und dabei Online- und Offline-Erfahrungen sinnvoll und nahtlos zusammenführen können, haben möglicherweise enorme Vorteile.

Informieren und begeistern Sie Kunden in den Geschäften – ganz ohne Warteschlangen vor der Tür

Einzelhändler müssen in der Lage sein, ihren Kunden im Laden die Daten zu liefern, die sie für den Kauf von Produkten, an denen sie interessiert sind – und vielleicht ursprünglich nicht interessiert waren – benötigen. Trotzdem müssen sie dafür sorgen, dass Kunden zügig einkaufen, damit weitere Kunden vor der Tür nicht so lange warten müssen.

Entscheiden ist dabei auch, dass die Interaktion mit den Kollegen im Geschäft geringer ist als in der Zeit vor Corona, dennoch kann ein erstklassiges Kundenerlebnis erzielt werden. Das funktioniert allerdings nur, wenn Einzelhändler die passenden, digitalen Tools zur richtigen Zeit und auf richtige Art und Weise einsetzen.

Eines der Elemente, die die digitale und physische Welt miteinander verbinden, ist der Barcode.

Zugängliche Lösungen für neue und sich verändernde Herausforderungen sind unerlässlich

Der weit verbreitete, universelle Barcode ist seit vielen Jahren die digitale Produktkennzeichnung, die das physische Produkt mit der digitalen Welt verbindet. Das bedeutet, dass nahezu alle Einzelhändler schon jetzt physische und digitale Interaktionen über Barcodes im Geschäft durch Kundenanwendungen ermöglichen können.

Wir sehen bereits, dass Self-Scanning oder Scan-and-Go-Shopping-Apps auf Smartphones immer mehr an Popularität gewinnen. Durch die Einschränkungen und die Kontaktbegrenzung auf der Verkaufsfläche wird die Möglichkeit, Artikel während des Einkaufs mit dem eigenen Gerät zu erfassen, diese auf die Einkaufsliste zu setzen, anschließend an der Kasse oder in der mobilen App zu bezahlen und dann das Geschäft zu verlassen, immer wichtiger. Kunden müssen so nicht alle Produkte berühren und können die Interaktion mit den Mitarbeitern reduzieren.


Kunden-Self-Scanning auf Smartphones

Seit der Corona-Pandemie sehen wir einen deutlichen Anstieg des Interesses und der Einführung von Self-Scanning-Lösungen. Einige Einzelhändler gaben an, dass seit März 2020 die Anzahl der Unique User und die Nutzung ihrer Self-Scanning-Shopping-Apps um 100% angestiegen ist. Wir haben dieses Thema kürzlich in einer Reihe von Self-Scanning-Webinaren eingehend untersucht.

Während der vier Sessions diskutierten wir die entscheidende Auswirkung von Corona auf Scan & Go. Weitere Themen waren Best Practice mit Hinblick auf wesentliche Funktionen von Self-Scanning-Apps, Einblicke zur Minimierung von Diebstahlschäden, und der ROI, der durch den Einsatz von Scan & Go erzielt werden kann. Hier können Sie die Sessions abrufen.

Bieten Sie über das Self-Scanning hinaus immer anspruchsvollere Einkaufserlebnisse

So hilfreich Self-Scanning auch ist, mit dem Aufkommen von Computer Vision und Augmented Reality bietet der Barcode weitaus mehr Möglichkeiten als nur ein Produkt in einen digitalen Warenkorb zu legen.

Mit der Computer-Vision-Technologie kann jedes Consumer Smart Device nicht nur einen, sondern mehrere Barcodes gleichzeitig erfassen und dekodieren. Zusammen mit Augmented- Reality-Funktionen können Kunden beliebige Daten abrufen. Das eröffnet dem Einzelhandel eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten.

Bewertungen, Cross-Selling und Produktinformationen, die beim Online-Shopping nahtlos angezeigt werden, erscheinen im Geschäft mit einem Augmented-Reality-Overlay.

Kunden können ihr Smartphone zum „Suchen und Finden” von Produkten im Geschäft einsetzen. Sie bewegen dabei, das Gerät einfach wie einen „Zauberstab” über eine Reihe von Barcodes. Ein Kunde sucht in einem Lebensmittelgeschäft beispielsweise nach einem bestimmten Produkt, das zu seinen Ernährungsvorlieben wie fettarm oder glutenfrei passt oder nach einem Produkt mit der besten Bewertung. Er erfasst gleichzeitig mehrere Barcodes an den Regalen und das Produkt wird dann auf dem Display seines Geräts hervorgehoben – schnell, einfach und intuitiv.


AR-Overlays schaffen ansprechende Erlebnisse und unterstützen das kontaktlose Einkaufen

Alle diese Möglichkeiten unterstützen den Kunden, das zu bekommen, was er für seine Kaufentscheidung benötigt – und zwar auf eine Weise, die Zeit spart, die Conversion Rate erhöht und zur allgemeinen Kundenzufriedenheit beiträgt.

In unserer neuesten Infografik für den Einzelhandel erfahren Sie mehr darüber, wie Augmented Reality die Einkaufserlebnisse in einer kontaktlosen Welt verändern kann.

Modernisieren Sie, um zu überleben

Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung: Für den Einzelhandel war die Notwendigkeit zur Innovation noch nie so groß wie heute. Computer-Vision-basierte Datenerfassung und Augmented Reality sind nur zwei Technologien, die Einzelhändler einsetzen können, um ihre aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Die Einzelhändler, die sich diesen Herausforderungen stellen und in den kommenden zwölf bis 18 Monaten das beste Kundenerlebnis bieten, werden diejenigen sein, die den Abstand zu ihren Wettbewerbern vergrößern, die Kundenbindung erhöhen und letztlich diese Kunden langfristig an sich binden.